Finanzielle Fördermöglichkeiten

Wer beim Entwurf des neuen Badezimmers schon an später denkt und eine gut begehbare, bodengleiche Dusche einbauen möchte, kann von verschiedenen finanziellen Fördermöglichkeiten profitieren.

Der Staat sowie private Institute fördern die Modernisierung des Wohnumfelds. Dazu gehört auch die barrierefreie Gestaltung des Badezimmers. Nicht nur Menschen mit Bewegungseinschränkungen können von finanziellen Fördermöglichkeiten profitieren. Es gibt auch Kostenzuschüsse oder Finanzierungsmodelle für nachhaltig orientierte Bauherren, die an die Zukunft denken. Für alle Fördermaßnahmen gilt: Die Beantragung muss unbedingt vor Baubeginn erfolgen. Eine nachträgliche Förderung ist nicht möglich. 

Förderung für den altersgerechten Umbau von Wohnungen und Häusern

Seit 2009 fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung den altersgerechten Umbau von Wohnungen und Häusern. Damit soll die allgemeine Wohnsituation der demografischen Entwicklung angepasst werden. Ältere Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, in ihrer gewohnten Umgebung zu verbleiben und ihren Wohnraum barrierefrei zu nutzen. Profitieren können davon Privatpersonen sowie Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften. Auch Mieter können die Förderung beantragen. Sie brauchen für die Umbauten allerdings die Zustimmung ihres Vermieters. Zu den Förderbausteinen gehören Sanitärobjekte, insbesondere bodengleiche Duschen. Der Finanzierungsanteil kann bis zu 100 % der Kosten betragen und wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt. Eine Übersicht über das Förderprogamm gibt es hier.

Förderung für Bewegungseingeschränkte 

Die gesetzlichen Pflege- und Krankenkassen erstatten Kosten für Renovierungsmaßnahmen, wenn diese die Mobilität erhalten bzw. wenn der Pflegebedürftige dadurch besser in der Lage ist, ein selbstständiges Leben zu führen. Bei bodengleichen Duschen entfällt das umständliche Ein- und Aussteigen. Zudem sind sie barrierefrei mit dem Rollstuhl befahrbar. Die Pflegekassen gewähren großzügige Zuschüsse – bei Leistung eines angemessenen Eigenanteils, der sich nach dem jeweiligen Einkommen richtet. Voraussetzung für die Genehmigung des Kostenzuschusses ist eine Pflegestufe. Auch die gesetzliche Rentenversicherung und die Agentur für Arbeit fördern Umbaumaßnahmen, wenn ein barrierefreier Wohnraum zur beruflichen Wiedereingliederung oder zur Erhaltung des Arbeitsplatzes beiträgt.

Erste Informationen zur Antragstellung bieten die einzelnen Institutionen auf ihren jeweiligen Webseiten.