Hygiene

Duschen im Stresstest

 

Aufgepasst bei der Badplanung:
Untersuchung zeigt, welche Duschen den Hygienetest bestehen

Wer sein Bad renoviert oder neu plant, trifft eine langfristige Entscheidung. Mängel können richtig ins Geld gehen, besonders im Duschbereich. Laut einer vom TÜV Rheinland durchgeführten Auftragsstudie ist eine durchgeflieste Dusche eindeutig die riskantere Wahl: Poröse Fugen zeigen ebenso wie raue Fliesen zum Teil Hygienemängel. Geschlossene und fugenlose Oberflächen aus Email hingegen überzeugen: Sie bieten kaum Angriffsfläche für Schmutzanhaftungen und Schimmelbildung und schützen zudem vor Durchfeuchtungsschäden.

Wichtig für die Badplanung: das richtige Material

Hohe Temperaturen sowie Nässe und Luftfeuchtigkeit begünstigen das Wachstum von verschiedenen Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmel im Bad. Umso wichtiger ist es, der Materialwahl bei der Badplanung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken und Produkte einzusetzen, die besonders hygienisch sind und eine leichte Reinigung ermöglichen. Eine Auftragsstudie, durchgeführt vom TÜV Rheinland im Juni 2012, belegt, dass ein Duschbereich mit fugenloser Oberfläche aus Email oft hygienischer und pflegeleichter ist als eine geflieste Dusche. Schon nach einer einfachen Reinigung mit einem handelsüblichen Neutralreiniger reduzierte sich der Oberflächenkeimgehalt auf der emaillierten Duschfläche um über 94 Prozent, während sich der Oberflächenkeimgehalt der gefliesten Dusche nach der Reinigung nur um weniger als 77 Prozent verringerte.   

Fugen sind Schwachstellen im Duschbereich

Als Schwachstelle erwiesen sich besonders die Fugen durchgefliester Duschen. Der Hygienevergleich bestätigt: Je nach verwendetem Fugenmaterial sammeln sich in Fugen und auf rauen Fliesenoberflächen Wasser und Schmutz, wie beispielsweise Haare oder Hautschuppen, leichter als auf glatten Materialien. Scharfe Reiniger säubern zwar gründlicher, können Fliesenfugen aber porös werden und Risse entstehen lassen. Mögliche Folgen sind laut Informationsbüro Bodengleiche Duschen Durchfeuchtungsschäden unterhalb der Dusche. Die vom TÜV Rheinland durchgeführte Auftragsstudie belegt schon nach einem Untersuchungszeitraum von 29 Tagen: „Bei Duschwanne 1 (10 x 10 cm Fliesen mit Standard-Fugenmasse) konnten im Laufe der Untersuchung kleine Risse im Fugenmaterial festgestellt werden. Eine nach DIN EN 14527 [4] vorgeschriebene erkennbar glatte Oberfläche ist nicht vollständig erfüllt.“ Demgegenüber ist mit porenfreien Oberflächen emaillierter Duschen die Gefahr von Durchfeuchtungsschäden nahezu ausgeschlossen.

Die richtige Oberfläche für sorgenfreies Duschvergnügen

Hygienemängel und Durchfeuchtungsschäden im Nassbereich – diese potenziellen Gefahren sollten Bauherren im Rahmen ihrer Badplanung laut Informationsbüro Bodengleiche Duschen nicht unterschätzen. Wer gleich auf das richtige Material für die Duschfläche setzt, kann sich leicht Ärger ersparen. Kombiniert mit der Wahl eines Qualitätsanbieters, der im Idealfall eine langjährige Garantie auf seine Produkte gibt, ist mit einer emaillierten Duschfläche ein hygienisches und dauerhaft sicheres Duschvergnügen gewährleistet.

 

Quelle: Auftragsstudie, durchgeführt vom TÜV Rheinland, Juni 2012