Vor Ort

Fachgerechter Einbau

 

Tipps bei Einbau und Renovierung
Das Gespräch mit dem Installateur

Wenn man sich für eine bodengleiche Dusche entscheidet, ist ein fachgerechter Einbau durch einen Installateur unerlässlich. In einem ersten Gespräch werden dabei die Wünsche, Voraussetzungen und Möglichkeiten erörtert. Die wichtigsten Punkte: Art der bodengleichen Dusche, erforderliche Aufbauhöhe, dauerhafte Wasserdichtigkeit und Kosten.

Das Gespräch mit dem Installateur

 

1. Ermittlung der Aufbauhöhe

Der Installateur ermittelt die aktuelle Aufbauhöhe und prüft die Möglichkeiten für eine bodengleiche Dusche. 

TIPP: Wichtig ist, die Gesamtaufbauhöhe der bodengleichen Dusche zu kennen, die eingesetzt werden soll. Denn manche Hersteller messen die Aufbauhöhe am tiefsten Punkt, dem Abfluss. Dadurch kommen sie auf besonders niedrige Werte zwischen ca. 65 und 75 mm. Durch das benötigte Gefälle zu den Außenrändern kommen aber häufig noch 30 - 40 mm hinzu – daher immer nach der Gesamtaufbauhöhe fragen...

2. Übersicht: Art und Eigenschaften der bodengleichen Dusche

Der Installateur sollte eine Übersicht über die verschiedenen Lösungen anbieten, die unter den gegebenen Voraussetzungen möglich sind.

TIPP: Er kann dabei auch Empfehlungen abgeben, mit welchem Hersteller und welcher Duschfläche ein bodengleicher Einbau auch bei niedriger Aufbauhöhe umzusetzen ist. Eine Möglichkeit die Aufbauhöhe zu reduzieren, ist das Einsetzen einer senkrechten Ablaufgarnitur. Dadurch lässt sich eine minimale Aufbauhöhe von 49 mm realisieren. 

VORSICHT... Bei einer weiteren beliebten Möglichkeit zur besonders flachen Gestaltung: flache Ablaufsysteme mit reduzierter Sperrwasserhöhe. Die Sperrwasserhöhe aller Geruchsverschlüsse ist genormt und beträgt für Schmutzwasserabläufe 50 mm (DIN 1986-100). Wenn diese Norm unterschritten wird, können durch Austrocknung oder Rücksaugung geringer Sperrwassermengen Geruchsbelästigungen durch Gase aus den Fallrohren auftreten.

3. Dauerhafte Wasserdichtigkeit

Der Nassbereich im Bad ist anfällig für Durchfeuchtungsschäden. Eine fachgerechte Montage ist für die dauerhafte Wasserdichtigkeit einer Dusche daher unerlässlich.

TIPP: Hersteller bodengleicher Duschen aus Stahl-Email oder Acryl bieten in der Regel passgenaue Montagesysteme für den schnellen und sicheren Einbau an. Da sich bei durchgängigen Duschflächen oder -wannen nur außerhalb des Nassbereichs Fugen befinden, durch die Wasser sickern könnte, reduziert sich hier die Gefahr von Durchfeuchtungsschäden beachtlich.

VORSICHT... Bei durchgefliesten Duschflächen ist die fachgerechte Abdichtung von Fugen sehr wichtig. Die Boden- und Wandflächen müssen im direkt beanspruchten Bereich optimal abgedichtet sein, denn sonst kann sich Schimmel bilden. Die Abdichtungsschicht muss fehlstellenfrei nach Herstellerangaben aufgetragen werden, in mindestens zwei Arbeitsgängen/Lagen, um Durchfeuchtungsschäden zu vermeiden. Ein aufwendiges, aber notwendiges Prozedere bei durchgefliesten Duschen.

4. Kostenvergleich der unterschiedlichen Duschlösungen

Der Installateur sollte eine Übersicht über die Kosten für die unterschiedlichen Systeme erstellen.

TIPP: Neben den reinen Produkt- und Materialkosten sollten auch die Kosten für den Einbau berücksichtigt werden, da günstige Duschlösungen oft mit aufwendigem oder kostenintensivem Einbau verbunden sind.